Neubau Grundschule

Zwischenstandsbericht zum Projekt Neubau Grundschule

31.08.2026

Werte Bürgerinnen und Bürger,

im Monat September haben unsere Schulanfänger ihre ersten Schritte in der Grundschule bereits hinter sich. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, zum Projekt Neubau Grundschule mit integriertem Hort und Ortsbibliothek einen Zwischenstand zu übermitteln. Denn auch hier sind bereits einige Schritte gegangen worden und es gibt einiges zu berichten. Starten möchte ich aber mit einem Hinweis auf den Anzeiger Februar und April 2026. Dort ist einiges über die Grundzüge der Neuen Schule und der Motivation, eine Schule zu bauen niedergeschrieben. Auch wird man auf unserer Homepage im Bereich Projekte fündig. Nichtsdestotrotz möchte ich einige Aspekte über die Motivation zum geplanten Bau der Grundschule näher beleuchten.

Als erstes möchte ich den Fokus auf das Gebäude legen. Mit einem Alter von über 140 Jahren ist unser jetziges Grundschulgebäude nicht mehr das Neuste. Das wäre auch nicht weiter schlimm, schließlich hat es ja über die ganzen Jahre immer gute Dienste geleistet. Dennoch, Schule hat sich weiterentwickelt und fordert mehr Raum für Schülerinnen und Schüler und natürlich auch für das Kollegium. Dieses „mehr“ an Raum, wie zum Beispiel größere Klassenzimmer, um auch mit einer starken Klasse nahe dem Klassenteiler von 28 Schülern gut unterrichten zu können, kann man in den alten Mauern nur schlecht realisieren. Dafür müsste man die Grundmauern verschieben, zumindest aber anbauen, da sonst der Flur noch enger wird. Der Aspekt mit den größeren Klassen ist dabei nicht aus der Luft gegriffen. Hatten wir in den letzten Jahren häufig Klassenstärken über 30 Kinder und damit zwei recht kleine Klassen, steigt mit sinkender Kinderzahl die Wahrscheinlichkeit eben nicht den Klassenteiler von 28 Kindern zu erreichen. Das bedeutet, die Klassen sind groß und benötigen dann dringend das „Mehr“ an Platz.

Gleichzeitig sind die Vorgaben und Auflagen, die ein Gebäude zum Betrieb einer Grundschule erfüllen muss, sehr hoch. Nun erfüllen wir das faktisch alles, doch leider kommen auch diese Komponenten in die Jahre. Dass einige bauliche Umstände so zulässig sind wie sie sind, lässt sich dabei auch mit dem schönen Begriff „Bestandsschutz“ erklären. Das hilft auch nur dabei, den Weiterbetrieb mit dem aktuellen Zustand zu sichern, ändert aber nichts an den nicht erfüllten Bedürfnissen.

Gleichzeitig ist der allgemeine bauliche Standard ebenfalls deutlich in die Jahre gekommen. Damit meine ich Wasserleitungen, Fenster, Türen, Fußböden, Decke, die Beleuchtung, die Elektrik, die Heizungstechnik, fehlende Dämmung usw. Wenn man jetzt doch den Versuch unternehmen würde, obige Umstände grundlegend zu verbessern, bräuchte es ganz sicher einen Teilabriss mit Erweiterungsanbau. Wenn man sich aber auf dem Grundstück der Grundschule umschaut, stellt man schnell fest, dass es tatsächlich kaum freien Platz gibt, der nicht irgendwie schon genutzt ist. Seien es der Schulhof, der gleichzeitig auch noch Parkplatz ist oder aber der Spielplatz vor dem Schulhaus. Wenn jetzt noch der Aspekt Hort mit in den Fokus genommen wird, wird schnell klar, dass weder am Standort Grundschule, noch am Standort Schießbergfüchse eine Erweiterung möglich ist.

Somit gib es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir lassen alles wie es ist und versuchen mit Sanierung den Bestand der Grundschule und den Hort Schießbergfüchse zu erhalten, oder wir gehen in Richtung Neubau und kreieren so ein komplett neues Bild von unserer Schule. Gezwungen sind wir dem Grunde nach nicht. Da der Gemeinderat, das Kollegium der Lehrkräfte und Pädagogen und ich als Bürgermeister der Meinung sind, dass eine gute Bildungseinrichtung besonders für eine kleine Gemeinde wichtig ist, haben wir uns erlaubt, die Vision eines Neubaus zu denken. Und würde nicht unser Staat ebenfalls Wert auf eine gute Bildungsinfrastruktur legen und dafür sogar noch zusätzliche Gelder bereitstellen, wäre sicher die Lösung der Erhaltung pragmatischer. Da aber durch das Infrastrukturpaket des Bundes Gelder für Schulbauten vorgesehen sind, wurde die Weichen schlussendlich auf Neubau gestellt. Dabei war uns aber immer wichtig, dass wir mit der Vision einer Neuen Schule ein Mehr gegenüber einem reinen Schulneubau realisieren wollen. Uns ist wirklich wichtig, dass der gesamte Ort mit seinen Bürgerinnen und Bürgern profitieren kann.

Beginnen möchte ich mit einem kurzen Abriss zur Standortauswahl. Denn ohne Standort kann es keinen Neubau geben. Dafür wurden gemeinsam mit der Bürgerschaft und dem Gemeinderat fünf mögliche Standorte in die nähere Auswahl genommen. Da sich die Bestandsgebäude der Grundschule und des Hortes nicht weiterentwickeln lassen, wurden diese Standorte nicht in die Auswahl aufgenommen. Der Standort unterhalb der Freiwilligen Feuerwehr erhielt auch eine mäßige Zustimmung, fiel aber aufgrund des Platzbedarfes doch heraus und hätte zudem die Möglichkeit einer zukünftigen Sportplatzerweiterung infrage gestellt.

Damit blieben nur die Standorte am ehemaligen Konsum mit rückwärtiger Wald- und Wiesenfläche oder oberhalb unseres Schwimmbades. An beiden Stellen ist die Gemeinde Eigentümer des Grundstückes. Für andere Plätze fehlten die Voraussetzungen des Grundstückes oder die entsprechende Straßenanbindung. Zwischen den Standorten Schwimmbad und Konsum gibt es einen entscheidenden Unterschied, nämlich die Nähe zum Sportplatz und damit verbunden die Möglichkeit der Nutzung der bestehenden Sportinfrastruktur. Für den Standort Schwimmbad hätte dies bedeutet, dass wir Sportplatz und Sporthalle perspektivisch hätten neu bauen müssen. Der Weg für die Grundschüler wäre schon um einiges länger. Damit würde der Projektumfang deutlich über einen Grundschulneubau hinausgehen. Wobei der Gedanke an einen zentralen Schul- und Sportkomplex, direkt neben dem Freibad, mit unglaublich vielen Entwicklungsmöglichkeiten, einfach weil der Platz da ist, auch motivieren kann. Auch die Nähe zur Neuen Oberschule spräche dafür. Der Standort am ehemaligen Konsum hingegen besticht durch die Nähe zum Sportplatz. Und trotzdem lässt die Größe einiges zu. Am Schluss stand die Qual der Wahl. Durch die verschiedenen Möglichkeiten aller, sich an der Entscheidung zu beteiligen wurde aber recht deutlich, dass sich wirklich die übergroße Mehrheit für den Standort am ehemaligen Konsum ausgesprochen hat. Auf dieser Basis hat der Gemeinderat die Entscheidung für den Standort Anfang 2025 festgelegt.

Nun ging es an die Details. Die Grundlage für das Projekt musste gefasst und ein entsprechendes Planungsbüro gefunden werden. Für die Grundstruktur waren sich Lehrkräfte und Pädagogen schnell einigen, dass der Hort mit in den Neubau der Grundschule integriert werden soll. Auch der Schulgarten, welcher im Moment auch separat ist, soll an den Bau angeschlossen werden. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass die Ortsbibliothek in die neue Grundschule einziehen wird. Damit bringt man die Bücher sehr nah an die Kinder, was in unserer digitalen Zeit sicher kein Fehler ist, und ermöglicht auch der Ortsbevölkerung von deutlich besseren Bedingungen zu profitieren. Sicher ist unsere Bibliothek durch den in 2025 ergänzten Treppenlift nun besser zu erreichen, ein ebenerdiger Neubau ist aber schon noch etwas ganz anderes. Damit werden vier Standorte und Nutzungen in einem Neuen Gebäude vereint.

Gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, mit den frei werden Gebäuden andere Nutzungen zu realisieren. Natürlich soll davon auch der Ort profitieren. Mit dieser Maßgabe kann ich mir für unsere jetzige Grundschule gut eine Wohnmöglichkeit für Senioren vorstellen. Vergleichbar wie in Schlettau, nur entsprechend kleiner. Unsere Bibliothek kann für Vereine freigegeben werden. Entweder durch Abtrennung weiteren Räume oder man lässt es flexibel und nutzt den großen Raum für Projekte oder aber auch Ausstellungen. Im Gebäude der Schießbergfüchse, insbesondere mit der Blockhütte sollte ein Konzept entwickelt werden, welches auch den weiträumigen Garten einbeziehen kann. Für den jetzigen Schulgarten findet sich vielleicht auch ein Käufer, der dort ein Haus bauen möchte. Diese Nutzungsbeispiele zeigen, dass durch den Neubau einer Grundschule noch weit mehr erreicht wird, als nur eine gute Bildungseinrichtung. Sicher sind damit auch noch einige Aufgeben verbunden, aber würde alles beim Alten bleiben, gäbe es genau diese Möglichkeiten vermutlich gar nicht.

Doch wie konkret hat sich die neue Grundschule mit Hort, Schulgarten und Bibliothek schon entwickelt? Im Sommer 2025 wurde die Ausschreibung der Planungsleistung veröffentlicht. Dazu lagen uns Anfang Januar 2026 drei Konzepte für unsere neue Schule vor. Die Jury hat sich für eine Variante entschieden, welche umgehend weiterentwickelt wurde. Der Entwurf sieht einen 2-geschossigen Bau mit Walmdach vor. Im Erdgeschoss entsteht ein zentraler Verbindungsraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Daran schließen drei Flügel an. Einer ist dabei für die Bibliothek vorgesehen. Auch soll eine Mensa integriert werden, um die Mittagsverpflegung unserer Kinder zu gewährleisten. Im Erdgeschoss befinden sich dann noch die Fachkabinette Musik, Werken und Kunst. Im Obergeschoss sind der Verwaltungsbereich für Grundschule und Hort sowie die fünf Klassenzimmer für die Grundschule untergebracht. Vor den Klassenzimmern ist gleichzeitig der Hort angesiedelt. Das heißt Hort und Schule sind wirklich nah beieinander. Die Bereiche gehen nahtlos ineinander über, teilweise erfolgt auch eine Doppelnutzung. Die erste Idee des Gebäudes konnte die Verantwortlichen begeistern. Über die Sommerferien wurde das Konzept weiterentwickelt, mit dem Ziel bis zum 01.09.2026 die Abgabe des Fördermittelantrages zu schaffen. Der so schon straffe Zeitplan wurde zusätzlich noch durch einen Wechsel des Planungsbüros verschärft.  Nichtsdestotrotz ist das Ziel nicht aus den Augen und ich hoffe sehr, dass mit Erscheinen des Septemberanzeigers der Antrag fristgerecht eingegangen ist. Hintergrund des straffen Zeitplanes ist die Festlegung des Landes Sachsen, dass die im Moment durch die Länder auszugebenden zusätzlichen Mittel des Bundes für den Bereich Bildung aufgeteilt werden. 70 % werden für Anträge, die in 2026 eingehen vergeben. In 2027 stehen nur noch 30 % der Gesamtsumme für Anträge zu Verfügung. Die Chance, Fördermittel bewilligt zu bekommen, sinkt bei Antragstellung in 2027 also stark. Weil wir als kleine Kommune von den zusätzlichen Mittel profitieren wollen, müssen wir uns mächtig ins Zeug legen.

Doch was zeichnet unser Schulprojekt noch aus? Das Gebäude soll im Gegensatz zur üblichen Bauweise komplett aus Holz gefertigt werden. Damit ist aber nicht nur die Fassade gemeint, sondern auch das Tragwerk des Gebäudes. Holz ist als nachwachsender Rohstoff dabei deutlich nachhaltiger als die klassische Bauweise. Gleichzeit wächst in unseren Wäldern besonders viel Fichtenholz, was sich bestens eignet. Auch wenn es nicht üblich ist, soll der Versuch gewagt werden, sogar eigenes Holz aus dem Gemeindewald im Projekt zu verbauen. Einfach weil wir dann auch besonders kurze Wege nachweisen können. Das Gebäude wird mit einer PV-Anlage für den Strombedarf ausgerüstet. Die Dachflächen in Richtung Nordwesten sind für eine Dachbegrünung vorbehalten. Zeitgemäße Heiztechnik und elektrische Anlagen sind selbstverständlich. Dabei soll aber maßhaltig vorgegangen werden. So wird auf eine zentrale Raumluftanlage verzichtet und dies durch Einzellüftungsanlagen in den Klassenräumen kompensiert. Der Schulhof wird im hinteren Bereich zur Wald- und Freifläche liegen und soll auch von der Bibliothek aus zugänglich sein. Nahezu die Hälfte des Baumbestandes kann erhalten werden und soll direkt in den naturnahen Garten eingebunden werden. Ein Klettergerüst und ein Bolzplatz sowie der Schulgarten mit den Hühnern und Hasen vom Hort dürfen natürlich nicht fehlen. Und nicht zuletzt wird im Gegensatz zu allen anderen Gebäuden, die bisher in Nutzung sind, dieses neue Gebäude barrierefrei sein. Es gibt ebenerdige Zugänge und einen Lift im Gebäude. 

Abschließend sollen auch die Kosten für das Projekt noch mal im Vordergrund stehen. Der Gemeinderat hat für den Haushalt eine Summe von ca. 8,7 Mio. € über die nächsten Jahre vorgesehen. Der erste Kostenvoranschlag lag bei über knapp 11,2 Mio. €. Eine kleinere Variante erreichte dennoch ca. 10,2 Mio. €. Der Wechsel des planungsverantwortlichen Büros erfolgte unter anderem auch aus Kostengründen. 
Auf Basis der kleineren Variante mit einer Gesamtfläche von ca. 2.460 qm werden nun Kosten in Höhe von 9,7 Mio. € avisiert. Diese Kostenschätzung stellt die Grundlage für den Fördermittelantrag dar. Allen Verantwortlichen ist bewusst, dass dies für die Größe unserer Gemeinde ein großes Projekt darstellt, welches überhaupt nur durch die ausgereichten Fördermittel mit einem Fördersatz von 60 % angegangen werden kann. Wie oben bereits beschrieben, ist in Anbetracht der momentanen Bedingungen der Zeitpunkt besonders günstig. Unter normalen Umständen reichen die Mittel, welche das Land selbst für die Förderung von Schulgebäuden ausreicht, regelmäßig nicht. Nur durch die, wie weiter oben bereits beschrieben, im Moment zusätzlich nutzbaren Bundesmittel steigt die Chance, hier erfolgreich zu sein. Nutzen wir den Zeitpunkt jetzt in 2026 nicht für eine Antragstellung, sinkt die Wahrscheinlichkeit, die erforderlichen Fördermittel zu erhalten. Über diese Fördermöglichkeit hinaus mache ich mir wenig Hoffnung, dass seitens des Landes noch größere Mittel zur Verfügung gestellt werden können. Dafür fehlt an zu vielen Stellen das erforderliche Geld. Dabei möchte ich jetzt nicht auf die Ursache dieses Umstandes eingehen. Das würde den Rahmen des Textes übersteigen. 

Zusammenfassend sehen wir das Projekt als Chance, in einigen Bereichen im Ort eine Entwicklung anzustoßen. Zielstellung ist natürlich, eine gute zukunftsweisende Bildungseinrichtung zu erhalten. Aber auch dringend notwendiger seniorengerechter Wohnraum ist eine wirklich positive Aussicht. Flächen und Räume für unsere vielfältige Vereinswelt zur Verfügung zu stellen, gehört zu unserem Grundverständnis einer funktionierenden Gemeinschaft. Dennoch geht auch das nur, wenn man die entsprechenden Möglichkeiten hat. Wir freuen uns sehr, wenn wir unseren Ort für das Projekt Grundschule begeistern können, um gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen. Über Ideen, Anregungen und Hinweise zum Projekt Neubau Grundschule oder den Perspektiven für die freiwerdenden Gebäude freuen wir uns immer. Bitte setzen Sie sich über die bekannten Wege dazu mit uns in Verbindung.

Vom Jetzigen Standpunkt aus blicken wir auf einen Zeithorizont mit einem Baustart im Jahre 2028 und einer Fertigstellung zum Schuljahresanfang 2030. Natürlich nur unter guten Umständen. Somit könnte das Projekt sogar noch für unsere diesjährigen Schulanfänger relevant werden.

Sebastian Martin
Bürgermeister

Zum Stand des Projektes Neubau Grundschule

30.03.2026

Werte Bürgerinnen und Bürger,
nachfolgend möchte ich zum aktuellen Stand für das Projekt Neubau Grundschule berichten sowie die weitere Entwicklung aufzeigen. Mit der Festlegung des Standortes im Jahr 2025 wurde die Grundlage für das weitere Vorgehen gewählt. Hierzu hat die durchgeführte Umfrage im Ort und im Gemeinderat recht deutlich den Fokus auf das Grundstück am ehemaligen Konsum unterhalb des Güterweges gerichtet. Die vorgeschlagenen Alternativgrundstücke, das waren das Grundstück des jetzigen Schulhortes am Schießberg (Schießbergfüchse), das Grundstück oberhalb des Schwimmbades und das Grundstück unterhalb der Feuerwehr Crottendorf, sind somit nicht mehr relevant.

Auf dieser Basis wurde beginnend im Sommer 2025 die Auswahl des Architekturbüros gestartet. Das Verfahren wurde als 2-stufiges Verfahren mit Vergabeverhandlung ausgelegt. Im Dezember 2025 lagen schlussendlich drei Entwürfe vor, die einer Jury vorgestellt wurden. Die Jury bestand aus Vertretern von Schule und Hort, Gemeinderat und Verwaltung. Insgesamt neun Personen haben die vorgestellten Konzepte bewertet. Unterstützung erhielten wir zusätzlich vom Holzkompetenzzentrum Sachsen zur Einschätzung der holzbaufachlichen Aspekte. Die Ergebnisse wurden in einem Abschlussbericht zusammengefasst und bilden die Grundlage für die Auswahl. Das Ergebnis des Zwischenberichtes war aussagekräftig, und so konnte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 26.02.2026 die Vergabe der Leistungsphasen 1 und 2 an Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten aus Dresden vergeben werden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Jurymitgliedern, dem Büro für Baumanagement Steff en Funke, Sören Glöckner vom Holzkompetenzzentrum Sachen sowie den weiteren Architekten, Auspurg Löwenstein aus Leipzig und Neumann Architekten aus Plauen, bedanken. Mein Dank gilt darüber hinaus allen 39 Architekturbüros, die sich an dem Vergabeverfahren beteiligt haben. Mit der Beauftragung der Leistungsphasen 1 und 2 beginnen die Grundlagenarbeiten zur Ausrichtung des Projektes. Da uns der Erfolg des Projektes am Herzen liegt, sollen alle relevanten Nutzer und in Verbindung stehende Personen einbezogen werden. Hier freuen wir uns, sollte sich jemand vergessen fühlen, über eine Information. Zielstellung wird sein, dass wir alle Abstimmungen zügig durchführen und das Konzept bis Mitte des Jahres 2026 steht, sodass wir den Fördermittelantrag bis spätestens 01.09.2026 abgeben können. Planungsseitig ist ein Baustart frühestens im Jahr 2028 vorgesehen. Da das Projekt aber auf den Erhalt von Fördermitteln angewiesen ist, kann hier noch keine wirklich belastbare Aussage getroffen werden. Das vorgeschlagene Konzept des Büros Peter Zirkel hat aus Sicht der Jury am meisten begeistert. Das Gebäude passt sich aufgrund der 2-Geschossigkeit gut ins Umfeld ein. Durch die Aufgliederung der Gebäudestruktur in den hinteren Bereich des Grundstückes, bleibt der Baukörper dezent im Hintergrund. Über einen Vorplatz im Eingangsbereich erreicht man im Erdgeschoss die Ortsbibliothek. Der Eingang zur Schule führt durch den offenen Verbindungsraum, welcher Gleichzeitig für Veranstaltungen genutzt werden soll. Die Möglichkeit der Öffnung der Mensa und des Musikzimmers durch eine verschiebbare Wand erweitert die Nutzung. Der direkte Weg in den Innenbereich rundet das Ganze schön ab. Im Erdgeschoss befinden sich ferner noch zwei Fachräume sowie zwei weitere Räume für den Hort. Im Obergeschoss des Gebäudes befinden sich der Verwaltungsbereich und 5 Klassenzimmer mit zugeordneten Differenzierungsräumen. Die Anordnung ermöglicht ein offenes Konzept für den schulischen Alltag. Am Ende des hinteren Gebäudeteils besteht noch die Möglichkeit der Erweiterung. Somit kann die Grundschule von momentan 1,25 Zügen bei Bedarf auf 1,75 Züge erweitert werden. Damit sich das Konzept gut an dem Platz einfügt, soll der Außenbereich in die vorhandene Natur eingebunden werden. Das bedeutet, erhaltenswerte Bäume zu belassen und den natürlichen Quellverlauf ins Projekt einzubinden.

Mit dem Projekt soll natürlich in allererster Linie ein zeitgemäßes Schulgebäude errichtet werden, was grundlegend bessere Bedingungen für den Schulbetrieb ermöglicht. Die Verbindung von Hort und Schule in einem Gebäude schaff t viele Synergien. Der Umzug der Ortsbibliothek ins neue Gebäude schafft gleichzeitig eine Aktivierung in diesem Bereich. Neben den Schulkindern profitieren somit auch alle anderen Nutzer. Die Lage im Erdgeschoss hilft insbesondere Menschen mit Geheinschränkungen. Kurzum dient der Schulneubau Schulneubau daher dem Erhalt der Schule im Ort, gerade wegen einer schwächeren Geburtenrate. In Zeiten von Personalmangel im Bereich Lehrkräfte und rückläufigen Geburtenraten ist es vielleicht doch der Gesamteindruck der Schule, der letztendlich Wirkung entfaltet. Mit der Möglichkeit im Gebäude der jetzigen Grundschule ein Konzept für Senioren zu erarbeiten, wird sogar noch ein weiterer Bereich in unserem Ort bedacht. Abschließend erhoff en wir uns viele positive Impulse durch den Bau einer neuen Grundschule und freuen uns, wenn wir das Projekt gemeinsam in die Zukunft entwickeln können.

Sebastian Martin
Bürgermeister

Graphische Darstellung des geplanten Foyers und der Gesamtansicht der neuen Grundschule
 

Die Entwürfe der Architekturbüros Neuman und Auspurg Löwenstein

Standortauswahl Grundschule

17.02.2025

Nach dem der Gemeinderat seine Grundsatzentscheidung Mitte 2024 getroffen hat, wurde das Projekt jetzt über den Jahreswechsel durch eine studentische Kraft im Rahmen einer Bachelorthesis weiter ausgearbeitet. Dies erfolgt zugeschnitten auf den Standort am ehemaligen Kosum. Dabei wurden aber auch noch weitere städteplanerische Aspekte mitberücksichtigt. Das Ergebnis wird im Frühjahr im Zuge einer Gemeinderatssitzung vorgestellt. Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie gut der Neubau für Grundschule und Hort anstelle des ehemaligen Konsum passt und was ggf. noch weiter zu beachten ist.

Sebastian Martin 
Bürgermeister

Weiteres Vorgehen zum Visionsprojekt Grundschule

17.05.2024

Der Gemeinderat Crottendorf hat in seiner Sitzung am 16.05.2024 beschlossen, den Sachstand zum Visionsprojekt Grundschule wie folgt festzuhalten:
• Als Grundstück kommt vorzugsweise der Bereich des ehemaligen Konsums in Betracht und soll
für die Zukunft für dieses Projekt reserviert werden.
• Zum Projektfortgang soll eine fortlaufende Bürgerbeteiligung im Projekt implementiert werden.
• Für den Bereich Konsum soll eine Visualisierung im Zuge einer studentischen Arbeit angefertigt werden.

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Über den weiteren Fortgang des Projektes werden wir fortlaufend informieren.

Sebastian Martin
Bürgermeister

Umfrage zur Standortwahl Grundschule zusätzlich in Papierform möglich.

28.08.2023 - Noch bis 30.09.2023 teilnehmen!

Werte Bürgerinnen und Bürger,

noch bis zum 30. September ist es möglich, an unserer Umfrage zum Thema „Standortauswahl Neubau Grundschule Crottendorf“ über die App Munipolis teilzunehmen.

Über folgenden Link gelangen Sie direkt zur Umfrage:
www.munipolis.de/app/umfrage/Umfrage-Standortauswahl-Neubau-Grundschule

Für die bisher rege Teilnahme möchte ich mich ganz herzlich bedanken!

Falls Sie noch nicht bei „Munipolis“ angemeldet sind, können Sie folgenden Link für die Anmeldung verwenden: crottendorf.munipolis.de

Zusätzlich besteht bis zum 30. September 2023 die Möglichkeit, an der Umfrage in Papierform teilzunehmen.
Sie erhalten die Unterlagen bei Spiel- und Schreibwaren Brandt, Querstraße 85C, 09474 Crottendorf.

Nehmen Sie gern an unserer Umfrage teil und gestalten Sie die Zukunft unserer Gemeinde mit!

Die Auswertung der Ergebnisse möchten wir, je nach Resonanz auf unsere erste Bürgerbefragung per „Munipolis“, in der Oktober- oder November-Ausgabe des Crottendorfer Anzeigers präsentieren.

Sebastian Martin
Bürgermeister

Umfrage zur „Standortauswahl Neubau Grundschule Crottendorf“

27.07.2023 - Ihre Meinung ist uns wichtig!

Bereits Ende des Jahres 2020 hat sich der Gemeinderat der Gemeinde Crottendorf dazu entschieden, eine Erweiterung sowie grundhafte Sanierung des Bestandsgebäudes der jetzigen Grundschule nicht weiter zu verfolgen. Hintergrund sind vorhandene Grundstrukturen des Gebäudes sowie die ungünstige Lage im Kurvenbereich der Hauptstraße, usw. Daraus ist eine Vision entstanden, sich mit dem Neubau einer Grundschule mit Hortbereich, als Gesamtkonzept, auseinanderzusetzen.

Uns ist bewusst, dass dies ein ausgesprochenes Großprojekt mit enorm hohen Hürden ist bzw. wird. Daraufhin wurden im Januar 2023, gemeinsam mit dem Gemeinderat, folgende Standorte näher betrachtet:

• Grundstück der jetzigen Schießbergfüchse
• Grundstück oberhalb des Schwimmbades
• Grundstück unterhalb der FFW Crottendorf
• Grundstück am ehemaligen Konsum

Momentan stehen zwei mögliche Standorte in der näheren Auswahl, auch als Rückkopplung zur bereits erfolgten Umfrage der Anlieger im Mai 2023: Die Tendenz aus Verwaltungssicht ging im Januar dieses Jahres in Richtung der Standorte „FFW Crottendorf“ und „ehemaliger Konsum“ – auf Grund vorhandener Synergien, wie z. B. die Nähe zum Sportplatz und dem Mehrzweckgebäude. Die Befragung der Anlieger ergab grundlegend eine Favorisierung des Grundstückes am ehemaligen Konsum, aber auch Ablehnungen.

Bei dem Standort „oberhalb des Schwimmbades“ handelt es sich um ein Visionsprojekt, welches im Moment nicht erreichbar scheint. Die Investitionen würden deutlich höher ausfallen, da perspektivisch ein neuer Sportbereich mit Sportplatz und Turnhalle errichtet werden müsste. Die Variante „Grundstück der jetzigen Schießbergfüchse“ existiert auf Grund des vorhandenen Hortbereiches und dem schönen Außengelände. Rein von der Lage und den Platzverhältnissen erscheint der Standort aber als komplett ungeeignet.

Zum Kostenrahmen kann grob eingeschätzt werden, auf Grund einer überschlägigen Raumermittlung, dass dieser sich für die Standorte „Feuerwehr“ und „Ehemaliger Konsum“ auf ca. 4 – 5 Mio. € belaufen wird.

Daher haben wir uns entschieden, unsere Bürgerinnen und Bürger zu einer Umfrage per Munipolis-App aufzurufen. Diese wird im Zeitraum vom 1. bis 31. August 2023 stattfinden.  Über folgenden Link gelangen Sie direkt zur Umfrage: https://www.munipolis.de/app/umfrage/Umfrage-Standortauswahl-Neubau-Grundschule

Nehmen Sie gern an unserer Umfrage teil und gestalten Sie die Zukunft unserer Gemeinde mit!

Falls Sie noch nicht bei „Munipolis“ angemeldet sind, können Sie folgenden Link dafür verwenden: https://crottendorf.munipolis.de/

Die Auswertung der Ergebnisse möchten wir, je nach Resonanz auf unsere erste Bürgerbefragung per „Munipolis“, in der Oktober- oder November-Ausgabe des Crottendorfer Anzeigers präsentieren.

Sebastian Martin
Bürgermeister