Weihnachten in Crottendorf

Ein Besuch in der Advents- und Weihnachtszeit ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Aus fast jedem Haus leuchten Adventssterne, in jedem Fenster steht ein Schwibbogen, Bergmann und Engel. Ohne diese Stimmung kann sich kein Erzgebirger Weihnachten vorstellen. Seit alters her werden in Crottendorf die erzgebirgstypischen Kunstarbeiten des Klöppelns und Schnitzens gepflegt. Durch Laubsägearbeiten entstehen Pyramiden und Schwibbögen, gedrechselt werden Nussknacker und Räuchermännchen.

Weihnachtsmarkt
Ehrung
Stollenanschnitt

Weihnachtsberg bei Siegbert Schwind

Wenn am Wochenende der Weihnachtsmarkt Crottendorf seine Pforten öffnet, dann gibt es nicht nur stimmungsvolle Programme, sondern auch viele außergewöhnliche Höhepunkte sind zu erleben. Über den Mechanischen Orientalischen Weihnachtsberg der Familie Siegbert Schwind, kann man echt nur staunen. Als Meisterleistung der Miniaturschnitzerei zeigt der Berg die biblische Geschichte von der Geburt Jesus bis zu seiner Auferstehung. Und das in allen Facetten, originalgetreu und mit beweglichen Figuren. Wenn sich der Vorhang im Haus von Siegbert Schwind am Crottendorfer Pfarrteichweg hebt dann geht es auf eine Reise in die Vergangenheit, wie sie so noch niemand dargestellt hat. Die Einmaligkeit des Orientalischen Weihnachtsberges besteht in der Authentizität und der Komplexibilität der biblischen Szenen, die exakt auf Personen und die damalige Zeit bezogen sind. Alles ist noch original und stilecht, angefangen bei den Farben bis hin zum aufwendigen Antrieb, erklärt Siegbert Schwind. Geschaffen wurde der Orientalische Weihnachtsberg von seinem Großvater, dem Miniaturschnitzer Karl Schwind in den Jahren von 1880 bis 1920. Die Aufwendigkeit zeigt sich in den 173 Figuren, von denen 143 beweglich sind. Zwei Jahre lang hat Siegbert Schwind als gelernter Maler, Bergmann und Techniklehrer das Wunderwerk restauriert. Dargestellt werden alle relevanten Begebenheiten, angefangen bei der Verkündung, über Jesus Geburt, das Abendmahl bis hin zur Auferstehung. Ein weiteres Meisterwerk der Miniatur- schnitzerei entstand im Jahr 1926 mit dem Bergwerk der "Steinkohle". Hierbei präsentiert Karl Schwind seine Arbeitswelt als Bergmann, von der Mechanik bis zu den Arbeitsbedingungen im Berg. Es lohnt sich also bei Familie Schwind vorbeizuschauen.

Weihnachtsberg bei Frieder Günther

Einen sehenswerten Weihnachtsberg nennt der Crottendorfer Frieder Günther sein Eigentum. Auch in diesem Jahr wird er aufgebaut und kann von Interessenten besichtigt werden. Der Berg steht in einer Ecke mit einer Schenkellänge von ca. zwei mal zwei Metern. Er beinhaltet Ausschnitte aus der erzgebirgischen Tradition sowie einen orientalischen Teil, der durch die Weihnachtsgeschichte unterstrichen wird, welche in einem 15-minütigen Programm erzählt wird. Auf dem Berg sind ca. 80 meistbewegliche Figuren zu finden. Sie werden durch ungefähr 15 Elektromotoren angetrieben. Früher wurde der Berg mittels eines Uhrwerkes betrieben. Nach einigen technischen Verbesserungen werden die Elektromotoren nun automatisch angesteuert. Geöffnet Ist der Weihnachtsberg am Güterweg 108 E vom 1.Advent bis zur Lichtmess an Samstagen und Sonntagen von 14 bis 18 Uhr, vom 25.Dezember bis 6.Januar täglich von 14 bis 18 Uhr sowie nach Absprache außerhalb dieser Zeiten - TeL 037344 / 8980.

Christmetten in den frühen Morgenstunden des 1.Weihnachtsfeiertages

Dreifaltigkeitskirche

ev.-meth. Friedenskirche